Kann man sich etwa einen Politiker vorstellen, der sich heute in der Öffentlichkeit - etwa gar im Fernsehen - zu folgendem fundamentalen Satz Hayeks bekennte: „Denn im besonderen Fall wird es immer möglich sein, konkrete und greifbare Vorteile als Ergebnis der Beschneidung der Freiheit zu versprechen, während die zu opfernden Vorteile ihrer Natur nach immer unbekannt und unsicher sein werden.“” Und wie verhält es sich mit diesem Prinzip: „Freiheit, die nur gewährt wird, wenn im Voraus bekannt ist, dass ihre Folgen günstig sein werden, ist nicht Freiheit. Wenn wir wüssten, wie Freiheit gebraucht werden wird, würde sie in weitem Maße ihre Rechtfertigung verlieren. Wir werden die Vorteile der Freiheit nie genießen, nie jene unvorhersehbaren neuen Entwicklungen erreichen, für die sie Gelegenheit bietet, wenn sie nicht auch dort gewährt ist, wo der Gebrauch, den manche von ihr machen, nicht wünschenswert erscheint. Es ist daher kein Argument gegen individuelle Freiheit, dass sie oft missbraucht wird.
Gastbeitrag: Der Weg in die Knechtschaft - Wirtschaft - FAZ