Ja – in einer Partei für seine eigenen Überzeugungen zu werben, ist ungleich aufwendiger als mit radikalen Meinungen Beifall im Internet zu erhalten. Nur sind Meinungen, die im Virtuellen verbleiben, leider meist völlig irrelevant, wenn sie niemanden finden, der bereit ist, sie auch im “echten Leben” zu vertreten. *Das*, und dass es so funktionieren kann, ist die Lehre aus dem Erfolg der Piratenpartei. Wer es vorzieht, weiter von außen zu motzen, hat natürlich das Recht dazu. Nur muss man diese Art von Kritik nicht ernst nehmen. Sie ist beliebig und folgenlos. Wer als Liberaler (oder als Liberale ) “cojones” hat, tritt in die FDP ein. Er (oder sie) wird dort Brüder und Schwestern im Geiste treffen, nicht zuletzt auch viele Blogger aus der liberalen Blogosphäre. Es bedarf keiner allzu großen Anstrengung – zwar mag uns die aktuelle FDP-Politik nicht begeistern, aber die Programmatik gibt eine liberale Linie her, und viele der bereits aktiven Mitglieder warten nur darauf, auf diesen Zug aufzuspringen. Sicher, eine rein libertäre Linie wird die FDP nie vertreten können. Aber wer die sucht, darf sich sowieso keiner Partei anschließen. Aber wo sonst gäbe es das Potenzial, libertäre Ansätze aufzunehmen und zu diskutieren? Die “Piraten” jedenfalls haben sich aus diesem Spektrum mit ihrem letzten Parteitag eindrucksvoll abgemeldet und zu “Grünen 2.0” gemacht.

B.L.O.G. – Bissige Liberale ohne Gnade » Rant gegen das Eventpublikum

Posted Montag, Dezember 12th, at 9:18 PM (∞).

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